Projektkurs 12: Im Januar unterwegs auf dem Jakobsweg in der Eifel

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Es war schon ein besonderes Projekt, das wir (Herr Széberenyi und ich) uns da vorgenommen hatten: im Januar mit 22 Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe 12 auf dem Jakobsweg in der Eifel von Waxweiler nach Trier unterwegs zu sein. Da wir nicht nur in Jugendherbergen sondern auch in Gemeinschaftsunterkünften wie Turnhallen und Gemeindehäusern übernachten würden, mussten wir auch Schlafsack und Isomatte in unserem Gepäck haben. Schon beim Packen stellte sich die erste wichtige Frage: Was brauche ich wirklich unterwegs?

 Ein Bus setzte uns dann am Montagmorgen in der verschneiten Nordeifel ab und frohen Mutes machten wir uns auf den Weg. Nach über einer Stunde fiel einem Schüler auf, dass wir noch keinem Menschen begegnet waren. Als wir dann den ersten Ort betraten, erregten wir als große Gruppe von jungen Leuten, an unserer Muschel als Jakobspilger erkennbar, deutliches Aufsehen. Unsere erste Unterkunft fanden wir im Gemeindehaus von Mettendorf, wo uns der Bürgermeister persönlich empfing und uns auch am nächsten Morgen auf dem Weg zur Arbeit die Brötchen vorbei brachte. Am zweiten Tag mussten wir bei Privatleuten klingeln, um den Pilgerstempel zu erhalten. Der ältere Herr bat uns daraufhin, ganz spontan ein Gebet für seine erkrankte Frau zu sprechen, die zur Zeit im Krankenhaus läge. Die Jugendlichen erfüllten ihm gerne seinen Wunsch, was ihn zu Tränen rührte.

Es waren diese einzelnen Begegnungen mit Menschen unterwegs, die diesen Pilgerweg so besonders machten. Einmal wurde eine Gruppe von Jugendlichen zu einer Familie nach Hause eingeladen. Ein anderes Mal kutschierte uns ein Busfahrer umsonst durch die Eifel, weil einige einen Teil des Weges nicht mehr zu Fuß schafften. Und schließlich lud unsere ehemalige Kollegin Lüttgens die ganze Gruppe zum Frühstück ein.

Bis auf einen Tag hatten wir auch Glück mit dem Wetter. Wir haben jeden Tag zwischen 16 und 20 Kilometer zurückgelegt. Geführt wurde die Tour von einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die sich auch im Vorfeld um die Unterkünfte gekümmert hatten.

 

Diese Wanderung auf dem Jakobsweg werden wir so schnell nicht vergessen.

Angelika Botz


 

 
 

 

 

Letzte Änderung amSonntag, 12 November 2017 20:01

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